Kurze Analyse 2016

Auch das Jahr 2016 brachte uns in vieler Hinsicht einige Wetterrekorde. Auch hier stellt sich wieder die Frage, ob sich dahinter der Klimawandel versteckt, oder nicht ?

Bislang 1296 Stunden Sonnenschein. (Jahresmittelwert liegt bei 1440 Stunden.) Dafür aber 87 Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad. (Höchster Stand seit Aufzeichnung).
Negativrekord: 580 Liter Niederschlag. (Jahresmittelwert 919 Liter.)

Zum Jahresanfang zeigte sich der Winter in den Monaten Januar normal und im Februar relativ mild und sehr Schneearm. Es fielen gerade einmal ca. 30 cm Schnee. Die kälteste Temperatur am Boden wurde mit minus 19,1 Grad gemessen. Es fehlten in diesen beiden Monaten schon erheblich die Niederschläge

Der Frühling war sehr windig mit viel zu wenig Niederschlägen. Die Sonnenstunden lag mit 60 Stunden unter dem Mittelwert, bei normalen Temperaturen. Das Frühjahr zeigte sich im Juni mit vielen Gewittern

Der Sommer war mit fehlenden ca. 40 Stunden Sonne unter dem Mittelwert (530 im Mittel). Einem sehr heißen August mit 4 Grad über dem Jahresmittel richtig sommerlich. Natürlich fehlten uns wieder die ersehnten Niederschlägen. Dafür gab es kaum Gewitter und gar keine Unwetter.

Der Herbst war mild mit, wie nicht anders zu erwarten, zu trocken. Der November mit 39 Liter Regen, zeigte uns, dass es selbst im Herbst nicht mehr die zu erwartenden Niederschläge gibt. Auch die Talsperren erholten sich nicht vom Niedrigwasser. Die Sonne schien im Herbst auch nur 240 Stunden. Schnee gab es im Herbst dafür nicht.

Auch der letzte Monat des Jahres brachte nicht den ersehnten Niederschlag. Es war der trockenste Dezember seit mehr als 30 Jahren.
Ein Dezember ohne Schnee und nur 26 Stunden Sonnenschein. Der kälteste Tag mit minus 10 Grad war hier eine Ausnahme.

Das Jahr 2016 hat uns gezeigt, dass wir in diesem Jahr fast im Temperaturmittel lagen. Seit längerer Zeit wird beobachtet, dass sich immer länger andauernde Großwetterlagen bilden, was heißen soll, dass Großwetterlagen nicht nur 7-14 Tage anhalten können, sondern Wochen, sogar Monate andauern werden.

Dazu gehört nicht nur eine Hochdrucklage im Sommer mit Wärme, Trockenheit und viel Sonne, ebenso kann im Winterhalbjahr eine Westströmung mit milder und feuchter Luft entstehen und für drei Monate das Wetter bestimmen.
Siehe die letzten Winter.
Bleiben wir bei dieser Erhaltungsneigung, dann werden die laufende Winter recht mild mit viel Niederschlägen, die natürlich auch mal als Schnee fallen werden.

Nach den neuesten Zirkulationsmustern werden wir uns bei den nächsten Wintern öfter in einer Erhaltungsneigung befinden, was heißen soll, dass wir nicht mit einem "sibirischen Winter" rechnen müssen.
In Anbetracht der wenigen Niederschläge der letzten Jahre und der damit verbundenen niedrigen Wasserständen Jahre sollten wir die zu erwartenden Niederschläge im Winter also willkommen heißen.
Das ist natürlich nicht im Sinne der Wintersportler.

Sollte es zu einer unerwarteten nord-ost Strömung mit viel Kälte und einzelnen Schneefällen kommen, könnte es in den Monaten Januar und Februar aufgrund der Erhaltungsneigung und der wenigen Niederschläge zu Problemen des Grundwassers, sprich unserer Wasserversorgung kommen. Seit 2015 fehlten uns noch ca. 400 Liter Niederschlag um den Jahresmittelwert zu erreichen.
Dieser Mittelwert fällt ebenfalls von Jahr zu Jahr um ca. 50 Liter. (Auf 10 Jahre berechnet.)

In den Medien wird oft das El Niño Phänomen angesprochen. Hierzu sollte man aber wissen, dass wir in unserer Region im Winterhalbjahr schon betroffen sein können, aber einen sehr großen Einfluss auf unser Winterwetter hat dieses Phänomen eigentlich nicht. Die Südhalbkugel ist hier schon erheblicher betroffen. Dürre und schwerste Unwetter mit weltwirtschaftlichen Folgen.

Auch im Sommer brauchen wir uns keine großen Sorgen aufgrund des o.g. Phänomens zu machen. Wir verbleiben weiterhin in einer gemäßigten Zone. Auch wenn die Niederschläge zur Zeit recht mickrig sind.

© Wetterstation Badenhausen